Italienischer Sauerbraten

Leider ist mir schon wieder eine Speicherkarte in der Kamera draufgegangen. Das ist verdammt ärgerlich, da werde ich wohl die Kamera einschicken müssen.

Glücklicherweise habe ich wenigstens ein paar Fotos gemacht, so dass ich über die Herstellung des Sauerbratens (und auch der Kartoffelknödel im folgenden Beitrag) wenigstens mit ein paar Bildern berichten kann. Doch der Film dazu ist hinüber! 😥

Der Sauerbraten heißt italienisch, weil einige Zutaten verwendet werden, die man im ersten Moment bei einem Sauerbraten vielleicht nicht unbedingt erwartet. Das Ergebnis ist aber sowas von köstlich, dass es sich in jedem Fall lohnt, das mal nachzukochen. Wie bei den meisten meiner Fleischgerichte ist auch dieses Rezept eine Low & Slow-Variante, für die man viel Wartezeit einplanen muss.

Als Fleisch nehme ich gerne ein Rinderhüfte oder ein Roastbeef. Dieses Mal wurde es ein 2,5 schweres Hüftsteak argentinischer Herkunft. Das Ganze wird für zwei Tage in die Marinade eingelegt.


  • 500 ml Rotwein (z. B. ein Chianti)
  • 250 ml Rotweinessig
  • 400 ml Rinderfond
  • 3 mittlere Zwiebeln (achteln)
  • 3 Knoblauchzehen (vierteln)
  • Einige Zweige Rosmarin
  • Eine Handvoll Thymian-Zweige
  • 100g in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten (gehackt)
  • Pfeffer

Alles zusammen in einen Topf geben und erst Mal aufkochen, lauwarm abkühlen lassen und das Fleisch reinlegen. Das Ganze kommt dann für zwei Tage in den Kühlschrank.

Nach der Marinierzeit das Fleisch rausnehmen und abtrocknen, die Einlage und die Flüssigkeit voneinander trennen (nicht wegschütten!). Das Fleisch müsste schön mürb sein, da die Marinade richtig tief eingezogen ist.


Das Fleisch scharf anbraten, aus dem Bräter rausnehmen, dann die abgetropfte Einlage anbraten, verschiedene Zutaten hinzufügen und mitbraten:

  • 1-2 Karotten
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 Stück Sellerie
  • 2 Knoblauzehen (grob gehackt)
  • 2 mittlere Zwiebeln (grob gehackt)
  • 2 EL Tomatenmark

Ist alles schön angebraten mit einem halben Liter der Marinade ablöschen, 400 ml Rinderfond und noch 250ml vom Wein dazu, Deckel drauf und bei 100-120°C in den Ofen schieben.

Jetzt heißt es nur noch warten und alle 1,5 Stunden den Braten wenden. Nach 4-5 Stunden fallen dann beim Wenden die Fleischfasern ab, dann ist der Braten  fertig.

Das Fleisch rausnehmen, das Wurzelgemüse retten (schmeckt herrlich!), den Rest passieren und dann mit einer Mehlschwitze und noch mehr Wein die Sauce herstellen. In die Soße müssen dann weitere 100g der getrockneten Tomaten rein (fein gehackt) und dazu noch frischen Thymian. Das Fleisch ist so extrem zart und so würzig, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu essen.

Wir essen dazu meistens Kartoffelknödel und Rotkraut, passt einfach klasse dazu, die Knödel saugen die Sauce geradezu auf und die Säure vom Rotkraut harmoniert wunderbar mit der Sauce. Dazu gibt’s natürlich auch einen Chianti zum Trinken und Bauchschmerzen wegen der vertilgten Mengen.

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