Essen in Andalusien

Unseren Urlaub haben wir dieses Jahr in Andalusien verbracht. Davon abgesehen, dass in Sevilla unser Wohnmobil aufgebrochen und wir mehr oder weniger komplett ausgeraubt wurden, war das ein sensationelles Erlebnis, ein genialer Mix aus Natur, Städten und Kultur. Durch den Diebstahl gibt es auch nur wenige Bilder, ursprünglich hatte ich vor, eine schöne Galerie der besten Tapas und Essen zu veröffentlichen, aber da ist jetzt leider nicht mehr viel drin…

So musst du jetzt eben mit dem vorlieb nehmen, was übrig geblieben ist, das sind in erster Linie ein paar Schnappschüsse von Tapas und ein paar Essen. Also, fangen wir mal an:

In Granada ist es genial, dass man einfach in die Innenstadt geht, und dort ein Cana bestellt. Das ist ein Glas Bier, das zwischen ein und zwei Euro kostet und zu dem dann automatisch ein Tapa geliefert wird (was halt grade da ist). In diesem Fall ein Kartoffelsalat.

Cana mit Tapa

Cana mit Tapa in Granada

Wenn man dann so von Bar zu Bar zieht, ist man nach einigen Canas dann auf jeden Fall satt.

Ich liebe ja die spanischen Schinken, insbesondere dann, wenn es Jamon Ibérico ist, also Schinken vom iberischen Schwein (manchmal auch Pata Negra, Schwarzfuß, weil das iberische Schwein schwarze Klauen hat). Die Unterschiede sind gewaltig, insbesondere im Supermarkt mit großer Auswahl gibt es Schinken (jeweils so 7-8 kg schwer) zwischen 29 und 450 EUR!  Ich war kurz davor, mir einen solchen Schinken mit Gestell und Messer mitzunehmen, aber dafür ist in unserer Küche einfach kein Platz!

Iberico-Schinken im Supermarkt

Iberico-Schinken im Supermarkt

Ibericos in der Tapas-Bar

Ibericos in der Tapas-Bar

Gerade bei großer Hitze ist eine Gazpacho immer eine tolle Vorspeise, mich hat allerdings die Salmorejo, eine – auch kalte – sehr dickflüssige Suppe, die vor allem aus Tomaten, Knoblauch, Brot, Olivenöl, Essig und Salz zubereitet wird. Allerdings sind die Portionen manchmal so groß, dass man nach der Suppe schon satt ist.

Salmorejo

Salmorejo

Manchmal erwischt man auch absolute Highlights, wie z. B. das Presa mit Orangensauce. Presa ist ein spezieller Cut von der Schulter vom Schwein, den es meines Wissens nur in Spanien gibt und den man sogar als Carpacchio essen kann (siehe auch mein Film zum Presa).

Presa mit Orangensauce

Presa mit Orangensauce

Immer wieder klasse sind Gerichte wie Boquerones (in Essig marinierte Sardinen), frische Tintenfische, Fisch im allgemeinen und alles Meeresgetier.

Tintenfisch mit Kartoffeln

Tintenfisch mit Kartoffeln

Merluza

Merluza

Eine besondere Spezialität in Andalusien ist der Rabo de toro, der Ochsenschwanz, den es allerdings auch in extrem unterschiedlichen Qualitäten gibt. Letzten Endes ist das ein Schmorgericht mit dem relativ fettigen Ochsenschwanz (viel Bindegewebe, das sich durch das lange Schmoren in Gelatine umwandelt), das absolut genial schmeckt und mich vom Stil her sofort an Osso Buco erinnert hat. Das werde ich demnächst auf jeden Fall auch mal kochen und Filmen. Den besten Rabo habe ich in Ronda bekommen, in einem Restaurant mit Blick über die Schlucht, absolut grandios!

Rabo de Toro

Rabo de Toro

Alles in allem ist das Essen in Andalusien nicht so einfach zu beurteilen. Einerseits es genial, wenn man viele verschiedene Tapas essen kann, andererseits ist es oft sehr fettig und manchmal auch einfach grauenvoll, weil der Tourismus viel zu präsent ist es und es dann die scheußlichsten Gerichte gibt, die immer in mindestens vier Sprachen und Fotos präsentiert werden.

Noch Fragen?

Noch Fragen?

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